Ein Jahresrückblick

Vielleicht zu früh, aber ich stelle gerade erschrocken fest, dass sich das Jahr schön langsam dem Ende zuneigt! Ich könnte mich nicht erinnern, dass ein Jahr schon jemals so schnell vergangen wäre wie dieses. Ob das nun daran liegt, dass ich eher wenig erlebt habe oder eher viel, kann ich dabei gar nicht beurteilen…

Fortbildungsmäßig hat sich jedenfalls einiges getan!

Auf den Triggerpunktkurs im Jänner, folgte ein zweiteiliger Kurs in manueller Therapie nach Mulligan im Februar und Mai. Das Besondere an dieser Methode ist, dass der Patient nicht nur passiv vor einem liegt, während man mobilisiert, sondern man arbeitet am Gelenk, während der Patient bestimmte Bewegungen ausführt. Auch wenn ich ehrlich sagen muss, daß ich vom Unterrichtenden nicht sehr begeistert war (ich will´s einfach immer ganz genau wissen und er ist meiner Meinung nach viel zu wenig auf Fragen eingegangen) hat die Methode einige sehr interessante Ansätze.

Nach einem Einführungsseminar im Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos (FDM) habe ich im Oktober auch den ersten Teil der FDM Ausbildung absolviert. Auch diese Methode hat etwas ganz Spezielles: Bei der Diagnose verläßt man sich weniger auf bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT, sondern achtet ganz genau auf Körpersprache und Wortwahl des Patienten beim Beschreiben seines Problems. Dies gibt Aufschluß über die Ursache von Schmerz oder Bewegungseinschränkung, was wiederum die Behandlungsweise vorgibt.

Abgesehen davon, dass bei den Probepatienten im Kurs wirklich verblüffende Verbesserungen zu sehen waren, spricht mich diese Sichtweise sehr an. Einem Patienten eine exakte Beschreibung seines Problems heraus zu locken, genau zuzuhören und die Körpersprache zu deuten, ist etwas sehr Faszinierendes! Solcherart Informationen sind, wenn man sie zu deuten weiß, oft wesentlich hilfreicher als z.b ein Röntgenbild. Wer weiß schon besser als man selbst, was, wo und wie es wehtut?

Außerdem betrachtet sich die FDM schon laut ihrem Namen als Modell und stellt damit keinen Anspruch auf eine „unumstößliche Wahrheit“ (wie so viele Therapierichtungen es tun). Mit Hilfe des Modells werden Theorien zu Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten erstellt. Ob diese tatsächlich genau so der Realität entsprechen ist dabei gar nicht so wichtig, solange das Modell funktioniert. Sprich: Die laut Theorie empfohlene Behandlungsmethode führt zu einer Linderung der Beschwerden. Und das tut sie – auch meiner erst kurzen Erfahrung nach – sehr oft.

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