Sawadee Kap

Februar 19, 2013

– das ist thailändisch und bedeutet Hallo, Guten Tag, guten Morgen, guten Abend, auf Wiedersehen und noch einiges mehr. Nach 5 Wochen in Thailand geht es mir wirklich leicht über die Lippen…und jetzt zurück in Wien, fange ich bereits an, es ein wenig zu vermissen.
Thailand ist wirklich ein fantastisches (Reise)land aber ich war nicht nur zur Erholung dort, sondern habe am ITM in Chiang Mai einen Kurs in klassischer Thaimassage, genauer gesagt „Nuad Boran – northern Style“ absolviert. Typisch für diesen Stil ist es, daß auf einer Bodenmatte und bekleidet, also ohne Öl, gearbeitet wird. Es finden sich Elemente von Akupressur und Shiatsu, begleitet von Dehnungen und Elementen aus den Asanas der Yogi, die ihr den Spitznamen „Yoga des faulen Menschen eingebracht haben. Es wird also nicht nur wie bei „unserer“ klassischen Massage gedrückt und geknetet, sondern vielmehr gedehnt und gestreckt.
Abgesehen davon, daß es wirklich interessant war so viele Menschen aus aller Herren Länder kennen zu lernen und die Zeit in Chiang Mai an sich einfach super war, freue ich mich sehr, eine weitere Methode zu Entspannung, Vorsorge und auch Therapie anbieten zu können ! 🙂

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Meine Mitstudenten aus insgesamt 12 verschiedenen Ländern

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Chongkol „Teacher John“ Setthakorn überreicht mir das hart erarbeitete Diplom 🙂

Ein Jahresrückblick

November 11, 2012

Vielleicht zu früh, aber ich stelle gerade erschrocken fest, dass sich das Jahr schön langsam dem Ende zuneigt! Ich könnte mich nicht erinnern, dass ein Jahr schon jemals so schnell vergangen wäre wie dieses. Ob das nun daran liegt, dass ich eher wenig erlebt habe oder eher viel, kann ich dabei gar nicht beurteilen…

Fortbildungsmäßig hat sich jedenfalls einiges getan!

Auf den Triggerpunktkurs im Jänner, folgte ein zweiteiliger Kurs in manueller Therapie nach Mulligan im Februar und Mai. Das Besondere an dieser Methode ist, dass der Patient nicht nur passiv vor einem liegt, während man mobilisiert, sondern man arbeitet am Gelenk, während der Patient bestimmte Bewegungen ausführt. Auch wenn ich ehrlich sagen muss, daß ich vom Unterrichtenden nicht sehr begeistert war (ich will´s einfach immer ganz genau wissen und er ist meiner Meinung nach viel zu wenig auf Fragen eingegangen) hat die Methode einige sehr interessante Ansätze.

Nach einem Einführungsseminar im Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos (FDM) habe ich im Oktober auch den ersten Teil der FDM Ausbildung absolviert. Auch diese Methode hat etwas ganz Spezielles: Bei der Diagnose verläßt man sich weniger auf bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT, sondern achtet ganz genau auf Körpersprache und Wortwahl des Patienten beim Beschreiben seines Problems. Dies gibt Aufschluß über die Ursache von Schmerz oder Bewegungseinschränkung, was wiederum die Behandlungsweise vorgibt.

Abgesehen davon, dass bei den Probepatienten im Kurs wirklich verblüffende Verbesserungen zu sehen waren, spricht mich diese Sichtweise sehr an. Einem Patienten eine exakte Beschreibung seines Problems heraus zu locken, genau zuzuhören und die Körpersprache zu deuten, ist etwas sehr Faszinierendes! Solcherart Informationen sind, wenn man sie zu deuten weiß, oft wesentlich hilfreicher als z.b ein Röntgenbild. Wer weiß schon besser als man selbst, was, wo und wie es wehtut?

Außerdem betrachtet sich die FDM schon laut ihrem Namen als Modell und stellt damit keinen Anspruch auf eine „unumstößliche Wahrheit“ (wie so viele Therapierichtungen es tun). Mit Hilfe des Modells werden Theorien zu Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten erstellt. Ob diese tatsächlich genau so der Realität entsprechen ist dabei gar nicht so wichtig, solange das Modell funktioniert. Sprich: Die laut Theorie empfohlene Behandlungsmethode führt zu einer Linderung der Beschwerden. Und das tut sie – auch meiner erst kurzen Erfahrung nach – sehr oft.

Triggerpunkte – diese fiesen, kleinen Dinger

Januar 22, 2012

Das Jahr hat zwar gerade erst begonnen, doch ich freue mich bereits einen weiteren Kurs auf meiner Fortbildungsliste eintragen zu können: Triggerpunkt Therapie IMTT (Modul I).
Fünf Tage lang durfte ich unter der Anleitung von Roland Gautschi aus der Schweiz, diese fiesen, kleinen Punkte suchen, finden, drücken – und oftmals staunen, wie effektiv diese Art der Therapie sein kann!

Was ist ein Triggerpunkt?

Durch Überlastung oder traumatische Überdehnung entstehen in einem Muskel oftmals Zonen, die durch einen Durchblutungsmangel charakterisiert sind. Das führt zu einer Sauerstoffunterversorgung, welche wiederum dazu führt, daß sich Muskelfasern nicht mehr vollständig entspannen können und sich punktuell dauerhaft verändern.
Myofasziale Triggerpunkte werden häufig als mögliche Verursacher übersehen, sind aber sowohl bei chronischen als auch akuten Problemen oftmals der dominante Faktor.
Sie können nicht nur Schmerzen verursachen, auch Parästhesien, Muskelschwächen ohne primäre Atrophie, Bewegungseinschränkungen, eine Beeinträchtigung der Koordination und autonome vegetative Reaktionen können durch diese Triggerpunkte ausgelöst werden.

Durch spezifische manuelle Behandlungstechniken können diese Punkte erkannt, sowie – manchmal auch noch nach Jahren- gezielt und effektiv behandelt werden.(vgl. IMTT)

Im Kurs wurde aber nicht nur der wissenschaftliche und anatomisch/physiologische Hintergrund erläutert, sondern vor allem auch die Fähigkeit des Palpierens, des Tastens und Erfühlens, ganz gezielt weiterentwickelt.

Ich freue mich sehr, dieses neu erworbene Wissen in meine therapeutische Arbeit einfliessen zu lassen 🙂

Der sportliche Jahresrückblick

Januar 1, 2012

Mein geliebtes Polar-Trainingstagebuch berichtet von 2011

139 Trainingseinheiten (Laufen, Radfahren, Boxen, Krafttraining, Ballsport)

168 Stunden

1013 Kilometer

81048 Kalorien

81048 Kalorien…wenn man davon ausgeht, daß ein Kilo Körpergewicht ca. 6000 Kalorien entspricht und man mit einbezieht, daß man in Ruhe natürlich auch Energie verbraucht, hätte ich ohne Training rund 10 Kilo zugenommen!

Allerdings: ohne dauernd Schokolade in mich rein zu stopfen, hätte ich wohl mindestens 5 Kilo verloren 😉

Und einen Neujahrsvorsatz gibt es natürlich auch: dieses Weblog wieder mehr zu beleben!

Geschafft!

Oktober 12, 2010

Ich darf mich nun offiziell Sportphysiotherapeut nennen! Vor rund einem Jahr fand die erste Ausbildungswoche dieser sehr kosten- und für mich vor allem zeitintensiven Ausbildung statt. Ich mußte dafür eine Menge Urlaubstage nehmen – aber es hat sich ausgezahlt.

Der in vielen Punkten außergewöhnliche Kurs fand seinen Abschluß letzte Woche in einer ebenso außergewöhnlichen Prüfung. Der eine außergewöhnlich lustige und rauschige Feier folgte ;-).

Danke nochmal an alle Beteiligten, die Zeit mit euch war ebenso lehrreich wie lustig. Und ich bin mir sicher, daß ich auch lange im nachhinein noch Aspekte entdecken werde, die mir in meinem „Therapeut-sein“ weiterhelfen können.

Jetzt jedenfalls freue ich mich darauf, das Wissen und die gelernten Konzepte in meiner Arbeit anzuwenden!

Die Leiden des jungen Bürohengsts

Dezember 5, 2009

Wer kennt ihn nicht, den Spruch vom Kreuz mit dem Kreuz. Schon lange nicht mehr, ist der sogenannte Hackler Hauptleidtragender. Der gemeine Bürohengst wird geplagt von Nackenschmerzen und einem schmerzenden „Computermaus-Arm“. Bewegung soll helfen. Den Rest des Beitrags lesen »

Nackenschmerzen?

September 19, 2009

Manche mehr, manche weniger, manche immer, manche nur hin und wieder – aber so gut wie jeder hat schon seine Erfahrungen mit Nackenschmerzen gehabt.

Einen interessanten Artikel dazu gab´s im Online Standard, und den findet ihr genau hier.

Auch der dort zu findende Link zu dem Pdf-File mit den Übungen ist ziemlich interessant, zumindest wenn man mit dem Fachchinesisch zurecht kommt. Vielleicht probier ich die Übungen ja mal demnächst aus…

Step one, Step two, Step autsch!

Juli 10, 2009

Ich wurde ja gewarnt. Als Physiotherapeut könne man nicht mehr in ein Fitnesscenter gehen, weil man so viele grauenvoll falsche Dinge mitbekomme, daß man dort einfach keinen Spaß mehr hat.
Da wird hoch- und rumgerissen, in den Bewegungen ausgewichen und falsch belastet, man sieht richtig vor sich, wie die Muskeln, Sehnen und Gelenke unter Streß stehen und um Hilfe rufen. Manches tut da wirklich schon beim zusehen weh.
Zum Beispiel heute. Ich bin vor kurzem ein wenig auf´s Laufen reingekippt und diese Laufbänder stehen direkt vor einer Reihe Geräte, welche (glaube ich) als Stepper bezeichnet werden. Das sind im Grunde zwei Fußpedale auf denen man steht und abwechselnd hinunter tritt, oben befindet sich eine Anzeige und rundherum läuft auf Bauch- bist Brusthöhe ein Bügel um sich festzuhalten. Von 5 Personen die ich dabei beobachtet habe, hatte keine Einzige eine physiologische (und damit nicht ungesunde) Körperhaltung.
Begonnen haben Alle einigermaßen richtig, aber mit fortschreitender Erschöpfung wurde der Anblick immer grausamer. Der Weg zum Orthopäden (der wenn man das immer so macht bestimmt nicht lange auf sich warten läßt) hatte dabei immer das gleiche Schema:

Den Rest des Beitrags lesen »

4 Monate!!!

März 2, 2008

…keinen Eintrag mehr geschrieben. Fragt mich nicht warum, anscheinend war meine Muse auf Urlaub (den ich mir eigentlich gern mal selber gönnen würde).

Mittlerweile geht meine Studium tatsächlich dem Ende zu. Einem Ende das noch mal richtig anstrengend ist. Im Jänner hat mal ein Kollege ausgerechnet, daß wir in den verbliebenen 20 Wochen noch 17 Prüfungen haben. Also fast jede Woche Eine. Viele davon sind zwar nicht allzu schwer und mit relativ kurzem Lernaufwand zu bewältigen aber trotzdem, daß bedeutet einfach einen gewissen Dauerstreß denn es gibt kaum ein Wochenende wo man wirklich ausspannen kann und nicht an die Prüfung in der folgenden Woche denken muß. Und die richtig schweren Brocken kommen noch. Das hängt sich schon an, kostet eine Menge Energie.

Aaaaaaber es sind jetzt tatsächlich nur mehr *kurz nachrechnen* 52 (zweiundfünfzig!) reguläre Unterrichtstage, von denen man auch noch die sich momentan häufenden „diplomarbeitsfreien Nachmittage“ abziehen kann. Das Ende ist also tatsächlich schon in greifbarer Nähe. Eigentlich unglaublich wie schnell diese 3 Jaher vergangen sind!

Hab jetzt auch schon in diversen Jobbörsen geblättert. Wie alle sagen ist die Lage nicht mehr so günstig wie noch vor einigen Jahren aber es kommt wohl darauf an wie wählerisch man ist ob man rasch etwas findet oder nicht. Wird jedenfalls eine spannende Zeit im Herbst und ich bin schon echt gespannt wo es mich dann hinverschlägt.

Ach ja und noch was: um für die praktische Diplomprüfung an Sicherheit und generell an Erfahrung zu gewinnen bin ich gerade auf der Suche nach Probepatienten zum befunden und auch behandeln, wer also von irgendwelchen Zipperleins geplagt wird kann sich gern mal bei mir melden ;-).

Dipl.PT, Physiotherapeut oder Bachelor?

Oktober 24, 2007

Also es ist eh alles geregelt. Nur ein wenig merkwürdig ist es schon.
Bis vor kurzem durfte sich ein in Österreich ausgebildeter PT als „Dipl.Physiotherapeut“ titulieren lassen.
Das wurde dann aber im Zuge einer internationalen Angleichung oder so geändert. Ich und die Kollegen einiger weniger anderer Jahrgänge, werden also „nur“ mehr als „Physiotherapeuten“ ins Berufsleben starten (und die Älteren müssen ihre Berufsbezeichnung ebenfalls ändern). Und bitte nicht glauben, wir müßten deshalb keine Diplomarbeit schreiben!
Weil aber nun auch aus den Wiener Akademien mit diesem Jahr Fachhochschulen wurden, gibt es jetzt wieder eine Neuerung. Die ersten Absolventen der Fachhochschulstudiengänge dürfen dann „Bachelor of Science in Health Studies“ auf ihre Visitenkarten schreiben.

Also nicht, daß ich irgendwie titelgeil wäre -und die Vorraussetzungen für ein Masterstudium oder im internationalen Jobmarkt werden eh für alle gleich sein – aber eines gibt mir schon zu denken auf: wenn jemand im Branchenverzeichniss auf der Suche nach einem Therapeuten nachschlägt, und zwischen „Max Mustermann – Physiotherapeut“ und „Muster Maxman – Physiotherapeut/Bac.o. Science i. Health Studies“ (oder wie auch immer das dann abgekürzt ist) wählen soll….ich fürchte fast, da werden die Titellosen wie ich den Kürzeren ziehen…